Ottensen

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Verborgenes Gedenken

Wandgemälde

zeigt die Untersuchung des Mercado-Baugeländes durch die Rabbiner

Unser kleines Yad Vashem

Halle der Namen

Diese Menschen starben allerdings schon vor dem Beginn der Nazi-Herrschaft

Unten im Einkaufszentrum, dort, wo nicht weiter unterkellert werden durfte, um die Ruhe der Toten nicht zu stören, findet sich eine Tafel mit den Namen, die einst unter diesem Flecken Erde begraben wurden. Schon geschändet durch den Bau eines Bunkers, wurde dieses Grundstück der jüdischen Gemeinde abgekauft, als die Überlebenden noch unter Schock standen. Dann begann ein jahrelanges Gerangel um die Verwendung des Landes. Eine salomonische Entscheidung kam aus Jerusalem: Über dieser Erde dürfe gebaut werden, aber nicht in ihr.
Wochenlang ging ein Rabbiner dem Bagger voraus und begutachtete den Aushub. Ich sah zu, wie er in sommerlicher Hitze mit schwarzem Anzug und Hut, Pejes und Bart den ganzen Tag dort ging, wie er beobachtete, sich bückte, das Erdreich untersuchte.
Nun ist auf Plexiglas zu lesen, wer hier einst zur Ruhe gebettet wurde, hier ist die Erinnerung gewahrt, die mal durch das Zerkleinern der Grabsteine und Hinzufügen zum Zement des Bunkers ausgelöscht werden sollte.